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Solitary Experiments – The 25th Anniversary Celebration – 08.…

Solitary Experiments – The 25th Anniversary Celebration
08. und 09.11.2019, Kesselhaus Kulturbrauerei Berlin

25 Jahre Solitary Experiments! Um ihr Jubiläum gebührend zu feiern, luden Solitary Experiments in Berlin zur zweitätigen Party mit eigenem Auftritt an jedem der beiden Tage und darüber hinaus Konzerten von den befreundeten Bands S.P.O.C.K, SONO, Beborn Beton, Lights of Euphoria und Future Lied To Us ein. Da die Party mit diversen anderen Festlichkeiten in Berlin zum 30jährigen Mauerfall-Jubiläum zusammenfiel, feierte man dieses historische Ereignis gleich mit.

S.P.O.C.KWas für eine Party! Es ist gewiss nicht übertrieben, jetzt schon als legendär zu bezeichnen, was sich an diesem Wochenende im Berliner Kesselhaus am Prenzlauer Berg abspielte; das Kesselhaus ist Teil der Kulturbrauerei, einem denkmalgeschützten, ehemaligen Brauereigelände mit verschiedenen Räumlichkeiten für Veranstaltungen.

Bereits am Freitag waren zahlreiche Gäste eingetroffen, man zählte rund 650 Besucher. Für die Fans gab es im Vorfeld die Möglichkeit, für 40 Euro Aufpreis eine Art VIP-Ticket zu erstehen (limitiert auf 50 Stück pro Tag). Dieses enthielt ein kleines Merch-Paket, bestehend aus einem Solitary Experiments-Beutel, 1-2 CDs und einem hochwertigen Schlüsselband mit VIP Pass, sowie bei einigen Paketen einer VR-Brille (?!). Außerdem konnte man in einem abgetrennten Bereich (auf der Empore) freie Getränke und Sitzmöglichkeiten nutzen und sich dort ausgiebig auch mit den verschiedenen geladenen Gästen und Mitgliedern der anwesenden Bands unterhalten, die immer wieder überall in der Location anzutreffen waren. Denn die Gästeliste mit Freunden der Band war lang und so begegnete man immer wieder illustren Persönlichkeiten aus der Electro-Szene.
Ein besonderes Geschenk gab es für die ersten 300 Besucher, die schnell genug waren: Sie konnten ein Exemplar der begehrten Jubiläums-Compilation abstauben!
Außerdem stand im Eingangsbereich eine Fotobox bereit, von der man sich fotografieren lassen konnte, was rege genutzt wurde; die Fotos wurden ein paar Tage nach dem Event bei Facebook veröffentlicht.

Der Moderator des Tages, Jens Dormgörgen, eröffnete die Veranstaltung, und mit der deutsch-dänischen Electro-Band Lights of Euphoria ging es pünktlich um 19:30 Uhr los. Der schillernde Frontmann Jimmy und seine Mitstreiter Thomas und Torben konnten das Publikum sofort mitreißen und sie spielten 50 Minuten lang eine solide Mischung von Songs aus ihrem bisherigen Schaffen (seit 1992!), wie z.B. Schwarze Sonne.

Solitary ExperimentsIm Anschluss folgten die gut gelaunten Schweden von S.P.O.C.K (Star Pilot on Channel K), die ihre Musik und ihr gesamtes Auftreten dem Thema Star Trek verschrieben haben; es gab ihre beliebten Synthpop-Songs wie Dr McCoy, Never Trust A Klingon oder Astrogirl zu hören, die der lebhafte Frontmann Alexander „Android“ Hofman abwechslungsreich präsentierte, mit tatkräftiger Unterstützung seiner beiden Keyboarder Val Solo und Johan „Yo-Haan“ Malmgren. Im Publikum konnte man sogar einen Fan in Star Trek Uniform ausmachen, und auch sonst kamen die sympathischen Schweden gut an und wurden 75 Minuten lang gebührend gefeiert.

Als Headliner des Freitags standen um 22:15 Uhr die Gastgeber Solitary Experiments auf dem Programm und mit einer Spielzeit von guten 2 Stunden konnten sie sich – und damit auch die Fans im Publikum – so richtig austoben, denn auf der Setlist standen inklusive Zugaben 26 Songs! Nach einem kurzen Intro ging es mit Road To Horizon gleich in die Vollen. Es folgten einige Kracher aus der 25jährigen Geschichte (u.a. Self Deception, Still Alive, Pale Candle Light), aber auch Songs vom aktuellen Album „Future Tense“, z.B. I Am. Die fünf Musiker, traditionell in rote Hemden mit schwarzen Krawatten gekleidet, überraschten die Zuschauer mit Gastsängerin Elena Fossi (Kirlian Camera) – übrigens an diesem Wochenende die einzige Frau auf der Bühne! – und später mit Boris May (Klangstabil). Sänger Dennis, die Keyboarder Michael und Markus sowie die zwei(!) Drummer Frank und Sebastian lieferten vor einem begeisterten Publikum eine energiegeladene Show ab. Mit Brace Yourself! vom aktuellen Album war der Hauptteil der Show beendet, aber die Jungs ließen sich nicht lange bitten und erschienen bald noch mal für ein Zugabe-Set. Mit Rise And Fall ging der offizielle Teil des Abends gegen halb 1 zu Ende und es ging nahtlos in die Aftershow-Party über, auf der bis nach 2 Uhr ausgelassen weiter gefeiert wurde.

Beborn BetonDer Samstag begann etwas früher mit der Eröffnung durch das Moderatorenduo diesen Tages, Joke Jay und Rick (And One) – beide in schicken Mänteln – und so konnten Future Lied To Us, die „Supergroup“ aus Sänger Tom Lesczenski ([:SITD:]), Virtuose Vasi Vallis (u.a. Frozen Plasma) und Soundmaster Krischan Wesenberg (u.a. Rotersand) bereits um 18:00 Uhr loslegen. Die drei Musiker überzeugten mit eingängigen Synthpop-Perlen wie Born In Silence oder Falling, und das Publikum ließ sich leicht mitreißen. Ein Wermutstropfen war das fehlende Drops Of Silver, aber das war in Anbetracht der übrigen Songs leicht zu verschmerzen.

Einige Hardcore-Fans von Solitary Experiments belagerten bereits jetzt die erste Reihe, um nachher bloß nicht weiter hinten stehen zu müssen, und wichen bis zum Ende des Tages beharrlich nicht vom Fleck. An diesem Tag wurden in der Tat noch mal 200 Besucher mehr als am Vortag erwartet, was sich auch bald in der Halle abzeichnete.

Mit Beborn Beton, die in diesem Jahr sogar ihr 30jähriges Bühnenjubiläum feiern, stand im Anschluss wieder ein Urgestein der Electro- und Synthpop-Szene auf der Bühne. Mit Songs wie dem emotionalen Last Day On Earth oder dem Dancefloor-Knaller Im Innern einer Frau feierten Sänger Stefan Netschio und die beiden Keyboarder Micha und Stefan gemeinsam mit den Fans eine volle Stunde lang.

SONOSONO aus Hamburg brachten vielseitigen Electro-Pop mit Techno-Einflüssen mit und kamen damit bei den Zuschauern sehr gut an; im Publikum wurde es immer voller und es war fast nicht mehr möglich, nach vorne durchzukommen. Sänger und Multitalent Lennart, der neben seinen Aktivitäten bei SONO auch auf Singer/Songwriter-Pfaden wandelt und u.a. Musik für Kinderserien komponiert, schnappte sich immer wieder die Gitarre, während seine beiden Mitmusiker Florian und Martin an den Tasten und Knöpfen drehten. 75 Minuten lang spielten sie abwechslungsreiche, melodische und bisweilen experimentell angehauchte Stücke wie z.B. Somewhere Beyond The Sea, A New Cage und Perfect Harmony, und zum Abschluss natürlich noch den großen Hit Keep Control.

Auch an diesem Tag beglückten Solitary Experiments gegen 22 Uhr als Headliner die Fans mit einer über zwei Stunden-Fulltime-Show. Die Setliste umfasste auch an diesem Abend 26 Songs, unterschied sich aber gravierend von der vom Vortag – schließlich sollten es zwei unterschiedliche Konzerte werden. Bis auf die Songs Immortal, Epiphany und Brace Yourself! gab es also völlig andere Stücke. Dynamisch und temperamentvoll wie am Vorabend präsentierten die fünf Musiker weitere Kracher aus der 25jährigen Bandgeschichte wie Odyssey Of Mind, das ruhigere Out In The Rain oder Every Time vom aktuellen Album. Auch die Single Crash and Burn und der Klassiker Stars wurden selbstverständlich nicht ausgelassen. Ihre Musik wird von ihnen selbst als „Solid, catchy, high quality electro sounds with attitude“ bezeichnet, und das trifft es genau auf den Punkt: Eingängige Melodien und wummernde Bässe, die sofort zum Tanzen und Mitfeiern animieren; Die Ansage von Sänger Dennis „Wir machen Tanzmusik!“ ließen sich die Fans nicht zwei Mal sagen, es war eine einzige riesige Party und die Menschen feierten bis in die letzten Reihen ausgelassen.

Solitary Experiments

Im Publikum fanden sich an vielen Stellen mehrere Fans, die wie ihre Vorbilder auf der Bühne in roten Hemden und mit schwarzen Krawatten gekommen waren. Für einen Song wurde sogar der Ex-Keyboarder Steve Graeber zurück auf die Bühne geholt. Als Zugaben gab es noch die live schon bekannte Coverversion von Nobody‘s Diary (Yazoo) und einige andere Stücke, bevor es, auch wieder gegen halb 1, mit der Aftershow Party weiter ging.

Auch an diesem Tag waren zahlreiche Mitglieder anderer Electro-Bands als Freunde der Gastgeber anwesend, die sich unters Volk mischten und von vielen Fans freudig erkannt und begrüßt wurden, und so konnte man gemeinsam noch eine Weile feiern.

Autor: Luscinia

Photos Copyright: MK_Concert_Photos (Marcel Kahner)

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2019/11/09 Solitary Experiments (Samstag) live @ 25 Jahre Solitary…

2019/11/09 Solitary Experiments (Samstag) live @ 25 Jahre Solitary Experiments Berlin

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2019/11/09 Sono live @ 25 Jahre Solitary Experiments Berlin

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2019/11/09 Beborn Beton live @ 25 Jahre Solitary Experiments…

2019/11/09 Beborn Beton live @ 25 Jahre Solitary Experiments Berlin

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2019/11/09 Future Lied To Us live @ 25 Jahre…

2019/11/09 Future Lied To Us live @ 25 Jahre Solitary Experiments Berlin

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2019/11/08 Solitary Experiments (Freitag) live @ 25 Jahre Solitary…

2019/11/08 Solitary Experiments (Freitag) live @ 25 Jahre Solitary Experiments Berlin

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2019/11/08 S.P.O.C.K live @ 25 Jahre Solitary Experiments Berlin

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2019/11/08 Lights of Euphoria live @ 25 Jahre Solitary…

2019/11/08 Lights of Euphoria live @ 25 Jahre Solitary Experiments Berlin

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2019/07/19 Ship of Rebels – der Bericht

Ship Of Rebels, 19.07.2019, Achterdeck im Marienburger Bootshaus / Köln

Bereits zum zweiten Mal stieg die Party mit dem Namen „Ship of Rebels“ im Achterdeck auf dem Rhein
in Köln und mit rund 300 Besuchern bleibt das familiäre Konzerterlebnis mit den Bands Janosch Moldau, We Are Waves,
NOYCE™ und Rotersand lange im Gedächtnis.

Janosch Moldau

Ahoi, ihr Rebellen! Bereits zum zweiten Mal in Folge luden NOYCE™ mit dem „Ship of Rebels“ in Köln
zur Sause auf dem Rhein, genauer gesagt, auf dem Achterdeck im Marienburger Bootshaus ein. Eine kleine, aber feine Auswahl an weiteren Bands, in diesem Jahr Rotersand, Janosch Moldau und We are Waves, rundetet das Lineup ab. Garniert wurde die Party mit der Rebel Moon Aftershowparty mit DJ D.I.R.K. (Kultube), DJ Der Große Schwarze (Radio Dark Rain) und Ehrengast DJ Oren Amram (Synthesize Me / Radio Plus). Mit rund 300 Besuchern blieb die Party beschaulich und familiär, und das vor der eindrucksvollen Kulisse mit dem Kölner Dom in Sichtweite! Und – zugegeben, dieser Aspekt lag nicht im Einfluss der Organisatoren, aber: – auch das Wetter war mit strahlendem Sonnenschein für ein solches Event einfach perfekt!

Da sie gerne wieder einmal im schönen Köln spielen wollten, organisierten die Mitglieder der Band NOYCE™ vor zwei Jahren kurzerhand in Eigeninitiative eine Party in der Stadt; als Ort des Geschehens wählten sie das charmante Achterdeck (das übrigens mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen ist!). Dieses Konzept hat sich anscheinend bewährt und so konnten sie die Location auch in diesem Jahr für ihre Veranstaltung gewinnen; soeben wurde außerdem bestätigt, dass das Rebellenschiff auch im kommenden Jahr wieder dort stattfinden wird!

We Are Waves

Der Einlass startete gegen 16 Uhr; im Vorverkauf waren die Eintrittskarten für 20 Euro zu haben, an der Abendkasse für 25 Euro. Eigentlich sollte das erste Konzert bereits um 17 Uhr losgehen, aber es war sicherlich im Sinne aller Anwesenden, dass sich der Beginn auf halb sechs verschob – schließlich hatten nicht wenige Besucher eine längere Anreise. Auf dem Achterdeck gab es zur Verpflegung Grillwurst, Käseknacker oder Nackensteak im Brötchen zu kaufen; als vegetarische Alternative wurden Käsebrötchen angeboten. Dazu gab es eine gute Auswahl an Getränken. Darüber hinaus war Merchandise von allen auftretenden Bands erhältlich und auf Vorbestellung konnte man sich sein „Be a Rebel“-Shirt in (auffälligem anthrazit!) abholen.

Nach einer Begrüßung durch Florian Schäfer, seines Zeichens Frontmann von NOYCE™, und
Mitorganisator Jean-Pierre Reuter, der mit Strubbelfrisur und Katzen-T-Shirt auffiel, startete der Abend mit dem Konzert von Janosch Moldau aus Ulm. Der exzentrische Sänger, der eher für die melancholische Seite des Synthpop steht, und seine Band begannen ruhig mit der brandneuen Single Broken Shoulder, die erst eine Woche später (am 26.07.2019) veröffentlicht wurde. Die Besucher waren anfangs noch etwas verhalten und zogen es vor, das Geschehen auf der Bühne aus sicherer Entfernung zu beobachten; wahrscheinlich war es einfach noch zu früh. Der Frontmann versuchte des Öfteren, die Zuschauer etwas mehr zu animieren, aber der Funke wollte zunächst nicht so recht überspringen. Schade, denn verdient hätten sie die Aufmerksamkeit! Feine Perlen wie State of Hurt, Into This Life oder In Another World sind eben eher nichts für die Tanzflächen und entfalten ihre Wirkung erst nach mehrmaligem Hören. Gegen Ende des Auftritts wurde das Publikum dann aber doch noch warm.

NoyceTM

Im Anschluss folgten We Are Waves. Mit deutlich mehr Tempo – was für eine Rockband in der Natur der Sache liegt – rissen die Italiener die Zuschauer sofort mit. Das lag mit Sicherheit auch an einigen italienischen Fans bzw. Freunden, die anscheinend extra für die Band gekommen waren und die von der ersten Minute an mitsangen und feierten. Die vier Musiker freuten sich, zum ersten Mal in Köln, sogar zum ersten Mal in Deutschland spielen zu können und Frontmann Viax trug mit ausdrucksstarker Stimme Stücke wie Healing Dance oder Fugitives vom 2018er Album „Hold“ vor. Inzwischen wurde es auf dem Schiff deutlich voller und damit konnte auch die Stimmung steigen. Als letzten Song gab es Lovers Loners Losers aus dem älteren Album „Promises“.

Nach kurzer Umbauphase freute sich Jean-Pierre um kurz vor acht, seine Lieblingsband NOYCE™ ankündigen zu dürfen. Mit dem Gänsehaut-erzeugenden This World war man sofort mitten im Geschehen und die Fans feierten begeistert. Der von der Band selbst als „Headpop“ bezeichnete Musikstil wird seinem Namen vollkommen gerecht: Markenzeichen sind hier teils tanzbare, mitreißende Stücke mit tiefgründigen Texten, oft über das Menschsein und die damit verbundenen Tücken; bisweilen auch gesellschaftskritisch. Nach einigen Stücken wie dem kritischen Mensch, dem genialen Coma oder dem ganz alten The White Room kündigte Sänger Florian Schäfer mit Adore einen neuen Song an – sozusagen eine Weltpremiere! – der bei den gut gelaunten Zuschauern auch sehr gut aufgenommen wurde. Geigerin Jessica Keuther verlieh den Songs mit ihrer Violine einen leicht wehmütigen Anstrich.

Rotersand

Als aber gegen halb neun das Partyschiff „MS RheinEnergie“ mit dem Amphi-Festival-„Call The Ships To Port“-Event auf dem Rhein vorbeikam, verlor die Band die Aufmerksamkeit des Publikums für einen Moment, denn nun musste man erst mal den Freunden auf der Parallel-Party zuwinken! Jean-Pierre und einige andere Besucher waren bestens auf die Begegnung vorbereitet und zündeten mehrere wirkungsvolle Rauchfackeln, um die Kameraden auf dem anderen Schiff zu begrüßen. Nach wenigen Minuten war der Spuk vorbei und die Zuschauer widmeten sich wieder der Band, die den Auftritt für dieses Spektakel kurzzeitig unterbrochen hatte. Gemeinsam mit Geigerin Jessica und seinen Bandkollegen Oliver Goetz am Keyboard und Jens Schilling am Schlagzeug trug Florian noch einige Stücke vor, und bei Fall[out] am Ende sangen die Fans zum Ausklang leidenschaftlich mit.

Höhepunkt des Abends war aber definitiv der Auftritt von Rotersand. Nachdem Florian und Jean-Pierre sich noch bei allen Beteiligten bedankten und die nun folgende Band ankündigten, starteten die Gelsenkirchener um kurz nach 9 mit viel Nebel und dem melodischen Electro-Knaller Merging Oceans. Das plötzlich dicht gedrängte Publikum feierte von Anfang an enthusiastisch. Der charismatische Frontmann Rascal bedankte sich für die Einladung aufs Rebellenschiff und drehte während des Auftritts des Öfteren seine Runden durch die Menge – das konnte er sich trotz des Gedränges vor der Bühne leisten, da er meist immer noch um einen Kopf aus dem Publikum herausragte. Energiegeladen fegte er über die Bühne und gemeinsam mit Soundtüftler und Mastermind Krischan Wesenberg, der in gefühlt jedem zweiten erfolgreichen deutschen Electro-Projekt seine Finger im Spiel hat, haute er einen Kracher nach dem anderen raus – ob Almost Violent, Waiting To Be Born oder Electronic World Transmission – ein Hit folgte auf den nächsten.
Begebnung mit der MS RheinEnergie
Die Fans kannten kein Halten und das Schiff bebte im wahrsten Sinne des Wortes unter den Füßen der ausgelassen tanzenden Menge. Zum ersten Mal live gab es die aktuelle Single You Know Nothing, was die Zuschauer begeistert aufnahmen. Der hochgewachsene Frontmann ließ es sich nicht nehmen, seine Frau zu erwähnen, die neben der Bühne mindestens genauso abfeierte wie das Publikum davor. Nach der genialen Anti-Überwachungs-Hymne War On Error mussten die Jungs am Höhepunkt der Stimmung zum allgemeinen Bedauern leider aufhören. Zum Abschluss animierte Rascal die Menge noch zum lauten Jubeln für die Organisatoren dieses Abends – so laut, dass es bis zum Kölner Tanzbrunnen noch zu hören sein sollte. Gemeinsam mit Florian, Jean-Pierre und Oliver, die er zu sich auf die Bühne holte, bedankte Rascal sich bei der Crew und allen Beteiligten und kündigte an, dass im Anschluss alle gemeinsam bei der großen Party weiter feiern würden.

Unter Deck war DJ Oren Amram schon bereit und legte Synthpop-Klassiker auf; so konnte die Party nahtlos weitergehen. Im Publikum konnte man übrigens etliche in der schwarzen Szene durchaus bekannte Gesichter ausmachen, die es sich wohl nicht nehmen lassen wollten, an diesem grandiosen Abend dabei zu sein!

Alles in allem ein rundum gelungenes Event und man kann sich schon aufs kommende Jahr freuen, denn am Freitag, den 24. Juli 2020 heißt es auf dem Eventschiff Achterdeck ein weiteres Mal: „Ahoi, ihr Rebellen!“

http://www.shipofrebels.de/

Autor: Luscinia

Photos Copyright: Marcel Kahner

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2019/07/19 Rotersand live @ Ship of Rebels 2019

2019/07/19 Rotersand live @ Ship of Rebels 2019

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© 2019 Marcel Kahner | MK_Concert_Photos

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